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Wanderkonzert - „Demokratie unter Druck“ ist mehr als ein Konzertabend
Veranstaltungstermin
– es ist ein künstlerisches Statement. Musiker:innen und Ensembles der Musikschule der Stadt Hall in Tirol nähern sich dem Thema Freiheit, Vielfalt und gesellschaftlicher Verantwortung mit großer stilistischer Bandbreite und persönlicher Haltung.
Das Programm verbindet Werke aus Barock, Klassik, politischem Lied, Film- und Popularmusik zu einem bewegenden Gesamtbild. Märsche zwischen Macht und Gemeinschaft, Musik aus Zeiten der Unterdrückung, sowie zeitgenössische Arrangements zeigen, wie zerbrechlich demokratische Werte sein können – und wie viel Kraft in ihnen steckt.
Auch individuelle Beiträge setzen starke inhaltliche Akzente: Die ukrainische „Melodie“ von Myroslaw Skoryk steht für Leid, Hoffnung und den Kampf um Selbstbestimmung. Arrangements wie „I am from anywhere“ plädieren für Weltoffenheit statt engem Patriotismus, während andere Beiträge Gegensätze wie Gleichschritt und Individualität oder Kunst und politische Verantwortung hörbar machen.
Besonders berührend wird dieser Gedanke im „Marsch der Minderheiten“ von Hanns Dieter Hüsch, dessen Worte wie ein hoffnungsvoller Aufbruch klingen: „Freunde, noch sind wir wenige, doch täglich werden wir mehr – wir sind weder Playboys noch Könige und wir haben kein grausames Heer! Für eine bessere Welt, für eine glücklichere Zeit sind wir auf dem Marsch, auf dem Marsch der Minderheit!“
Die musikalische Reise führt die Besucher*innen durch die Burg Hasegg.
Im Anschluss daran treffen wir uns in der Ausstellung „Miniprint. Demokratie unter Druck?“ im Stadtmuseum Hall. Hier gibt es noch Zeit für die ein oder andere Diskussion und Austausch zum Thema!